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Palliativkompetenz stärken – DRK Altenpflegeheim Woltorf zertifiziert

Hannover, 15. Mai 2009
(02/2009)
„Palliativkompetenz und Hospizkultur in stationären Pflegeeinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes in Niedersachsen stärken und fördern“ – mit dem Projekt startete Bernd Anders, Landesgeschäftsführer des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, im Frühjahr 2007 einen Entwicklungs- und einen Zertifizierungsprozess, der am vergangenen Dienstag, 5. Mai 2009 im Rahmen der Abschlussveranstaltung in Ronnenberg-Empelde bestätigt wurde.
„Ich freue mich über die erfolgreiche, engagierte Teilnahme und das Erreichen des Zertifikats ‚Palliativkompetente Einrichtung’ unseres Altenpflegeheims in Woltorf. Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um auf die zunehmende Betreuung schwerstkranker und sterbender Heimbewohner fachlich und menschlich zu reagieren und sich weiterzuentwickeln“, so Brigitte Stern, Geschäftsführerin der Gesellschaft für soziale Einrichtungen des DRK-Landesverbandes Niedersachsen gGmbH (GfsE), im Anschluss an die Abschlusspräsentation.
„Biografiearbeit ist die Grundlage für eine individuelle Planung der Pflege und der Tagesstruktur und schließt neben den Betroffenen auch die Angehörigen ein“, stellt Waltraut Ehrt, Pflegedienstleitung im DRK-Altenpflegeheim in Woltorf heraus. „Jeder Bewohner ist für unsere Mitarbeiter ein Mensch mit besonderen Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten. Diese erfassen wir jetzt auch gezielt für die letzte Lebensphase, denn individuelle Pflege steht bei uns im Mittelpunkt“, so Katharina Adler, Pflegefachkraft für Palliativpflege.
Die hohe Bedeutung und Wertschätzung des Projekts fand auch rasch in der Sozialpolitischen Öffentlichkeit des Landes Niedersachsen ein positives Echo, wie es die Präsenz und Ansprache der Vorsitzenden des Ausschusses für Sozial- und Gesundheitswesen im Niedersächsischen Landtag, Gesine Meißner, im Rahmen der Abschlussveranstaltung eindrucksvoll belegte.
Im Zeichen der Menschlichkeit, einem wesentlichen Grundsatz des Roten Kreuzes, wandte sich die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, Karin von Heimburg, an die Projektteilnehmenden, bestätigte das hohe Engagement und ermutigte, den Weg weiterzugehen. Die persönlichen, von der außergewöhnlichen Berufs- und Lebenserfahrung geprägten Worte des Landesarztes des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, Prof. Dr. Helge-Detlef Schenk, ließen die Zertifikatsübergabe zum Höhepunkt des Tages werden.
„Das werde ich nicht vergessen“, „das war eine Ermutigung und Verpflichtung zugleich, verantwortungsbewusst, umsichtig und gewissenhaft die Menschen zu begleiten, die uns anvertraut sind“, so eine Projektteilnehmerin am Ende der Veranstaltung als man sich verabschiedete, die Herausforderungen des Alltags am kommenden Tag wieder neu anzugehen. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem DRK-Landesverband Niedersachsen und der Beratungsfirma MediAcion. In der ersten Projektphase schlossen sich zwölf DRK-Einrichtungen an, unter ihnen das DRK-Altenpflegeheim Woltorf, in Trägerschaft der GfsE.