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DRK-Altenpflegeheim Woltorf bei Peine vergrößert Streichelzoo

Woltorf, 30.Juni 2010
(02/2010)

Das DRK Altenpflegeheim Woltorf hat seinen Streichelzoo um zwei Zwergziegen erweitert.

Seit letztem Wochenende wohnen zwei Zwergziegenböcke im Altenpflegeheim Woltorf. Die Ziegen wurden zu therapeutischen Zwecken angeschafft und sollen den bestehenden Streichelzoo erweitern.

Mit steigender Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der demenziell erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner in Senioren- und Pflegheimen zu. Ein großer Teil dieser Menschen ist nur noch teilweise oder gar nicht mehr in der Lage, mit den Angehörigen oder dem Pflegepersonal zu kommunizieren.

Dazu erläutert Isabell Neumann, Einrichtungsleiterin des DRK Altenpflegeheims Woltorf: „Demenzkranke Bewohnerinnen und Bewohner behalten die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden und zu äußern, und die Erfahrung zeigt, dass Tiere auf dieser Ebene oft noch einen Zugang zu den Bewohnern finden. Auch wenn Tiere menschliche Beziehungen nicht ersetzen können, so vermag doch der Kontakt zu ihnen emotionale Ansprache und Abwechslung in das Leben der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner zu bringen.“

Das DRK Altenpflegeheim Woltorf, beschäftigt sich seit mittlerweile 6 Jahren mit dem Thema: „Streichelzoo und demenziell erkrankte Heimbewohnerinnen und Heimbewohner“, und ist damit eine der wenigen Altenpflegeeinrichtungen, die dieses Angebot für die Heimbewohner anbieten kann. Neben Schafen werden zurzeit noch Kaninchen gehalten.

Frau Waltraut Ehrt, Pflegedienstleiterin, erläutert: „Gerade bei Demenzkranken, die ganz in sich versunken leben, kann manchmal Interesse an den Tieren geweckt und ein Lächeln auf dem Gesicht hervorgelockt werden. Am ehesten lassen sich Menschen ansprechen, die früher Tiere besaßen. Diese Heimbewohnerinnen und Heimbewohner fühlen sich bei uns auf dem Land sehr wohl. Auch wenn die Tiere ihre wohltuende Wirkung nur während ihrer Anwesenheit ausüben und somit den Demenzkraken keine anhaltende Besserung des Befindens verschaffen, bewirken die Tiere zumindest Abwechslung und Bereicherung der Lebensqualität der Bewohner. So spricht alles dafür, die tierischen Helfer noch stärker in die Pflege und Therapie demenziell erkrankter Bewohnerinnen und Bewohner einzubeziehen als dies bisher der Fall ist.“